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Brundorf

   

Brundorf wird zum erstenmal Mitte des 14. Jahrhunderts in Urkunden erwähnt. Eine Reihe von Urnenfunden beweist aber, das es noch viel älter ist.
Der Ortsname wird abgeleitet von braune Heide oder braunes, schwefelhaltiges Wasser in einem Brunnen.


Die Größe der Gemarkung Brundorf ist mit 1611 ha angegeben.
Um 1800 standen in Brundorf 14 Häuser, heute im Jahre 2000 sind es 70 Häuser mit 370 Einwohnern. Welch altes Bauerndorf der kleine Ort tatsächlich ist, lässt sich auch an der Sage vom Grauen Hengst ablesen, die darüber berichtet, wie der mächtige Findling zu seinem Namen kam.

Als Karl der Große die Sachsen christianisierte, hatte ein Brundorfer Bauer, der seinen Hof am Wege von Meyenburg nach Brundorf hatte geschworen, lieber zu Stein zu werden, als sich zu unterwerfen. Während des letzten Sachsenaufstandes war er jahrelang von zu Hause fort. Als er wieder in die Heimat kam, hatte seine Tochter einen Christen geheiratet und selbst den Glauben angenommen. Als der Vater bei der Heimkehr am Hause ein Kreuz sah, gab er seinem grauen Hengst die Sporen und setzte über einen Sumpf, der sich vor dem Tor erstreckte. Als das Pferd den Boden berührte sank es nieder, und das Tier und der Bauer waren verschwunden. Am nächsten Morgen lag ein mächtiger Stein an dieser Stelle.

Ende des vorigen Jahrhunderts veranlasste der Bremer Kaufmann und Großindustrielle Baron Ludwig Knoop die Aufforstung seiner Ländereien in der Gemarkung Brundorf.
Von 1928 bis 1930 war der Bremer Wollkaufmann Carl Gustav Lahusen, Besitzer. Im Zuge des Konkurses ging das Gebiet an das Land Niedersachsen, diese richtete die Försterei am Heidhof ein und erbaute, nach mehreren großen Waldbränden, 1973 den 30 m hohen Feuerwachturm.

In und um Brundorf fallen mehrere gut arrondierte Hofstellen auf, zu denen malerische Birkenalleen führen. Es sind ehemalige, landwirtschaftliche Vorwerke des Gutes Hohehorst in Löhnhorst, die der bekannte Bremer Wollkaufmann Carl-Gustav Lahusen in den Jahren vor 1928 anlegen ließ. In einem dieser Betriebe ließ sich der in Fachkreisen geschätzte Trakehnerzüchter und geb. Ostpreuße Hans-Joachim Scharffetter nieder.

Am östlichen Rand, auf dem Donnersblick, baute 1934 der Generaldirektor der Bremer Stadtwerke, Werner Matthias eine Hofstelle, die heute der Familie Baumann gehört. Weitere geheimnisvolle Gebietsbezeichnungen wie Hahle, Brande, Korbeck, Karlshorst und Lilkendey sagen etwas über ihre Entstehung aus.

Durch den Bau der Betonstraße 1952/1953 erhielt der Ort den Anschluss an das moderne Straßenverkehrsnetz. Die Kapelle auf dem Friedhof wurde 1957 eingeweiht und 20 Jahre später wurde der Glockenturm aufgestellt. Das Dorfgemeinschaftshaus entstand 1979.

Industrieelle Ansiedlungen bringen Vor- und Nachteile in die Region. Angefangen hat es mit der Edeka-Zentrale, es folgte 1972 die Hauptgenossenschaft Hannover und setzt sich heute mit der Bebauung der neu erschlossenen Gewerbefläche, in östliche Richtung fort. Wer mit dem Fahrrad Brundorf und das Umland erkundet, ist verzaubert von der vielseitigen, landwirtschaftlich geprägten Struktur. Auch Spaziergänger finden in der weiten, ruhigen Natur am Rande der "Bremer Schweiz" eine Oase der Erholung.

 

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