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Neuenkirchen

   

In der Mitte des 9. Jahrhunderts soll es in Neuenkirchen schon ein Gotteshaus gegeben haben. 1192 wurde es durch die St. Michaelis-Kirche ersetzt. Seither ist von Nygenkerken die Rede.
Der quadratische Feldsteinturm mit seinen zwei Rundbogen-fenstern beiderseits geht auf diese Zeit zurück. Türme dieser Bauart gibt es nur noch in Berne auf der anderen Weserseite und in Hannover. Es gibt in Deutschland nur zehn Kapellen dieser Art.

Charakteristisch sind vor allem die Säulen mit einfachen Würfelkapitälen ohne jede Verzierung, die das für die Frühromantik bezeichnende Kreuzgewölbe tragen. In den Jahren 1562 bis 1568 nahm Bremen die reformierte Lehre an. 1581 ist der erste reformierte Prediger nachgewiesen. Im Unterweserraum gibt es heute noch fünf evangelisch-reformierte Gemeinden: Blumenthal, Farge, Aumund, Neuenkirchen-Rekum und Bremerhaven.

Im Jahre 1655 wurde die Turmspitze durch Blitzschlag zerstört. Bereits 1688 konnte auch ein neues Pfarrhaus gebaut werden, das aber schon 1703 wieder abbrannte. Der Ersatz brannte abermals 1740 ab. Trotz dieser Belastungen konnte 1768 die Erneuerung der Kirche auf den alten Grundmauern in angriff genommen werden, der 1770 vollendet wurde. Die Michaeliskirche war immer wesentlicher Mittelpunkt von Neuenkirchen.
Aus Ihrer Geschichte sind daher viele Ereignisse Aktenkundig festgehalten: 1891 wurde abermals ein neues Pfarrhaus gebaut, 1897 schlug wieder ein Blitz in den Turm. Im Jahre 1902 griff ein Brand von einen benachbarten Hof durch Funkenflug auf die Kirche über und zog den oberen Teil des Turmes in schwere Mitleidenschaft. Bei der Instandsetzung erhielt der vorher höhere und schlankere Turm seine heutige gedrungene Form mit der Höhe von 32 Metern.

Die Bedeutung Neuenkirchens für den Unterweserraum geht aus der Tatsache heraus, daß dem Ort bereits 1588 Marktrecht verliehen wurde. Jahrhunderte spielten die Viehmärkte eine große Rolle. Nur der Oktobermarkt als Volksfest erinnert heute daran. In dem Ort Neuenkirchen gibt es fast 2000 Einwohner.

Es gibt zwar noch Landwirtschaft, doch Handel, Handwerk und Dienstleistungen sind in den Vordergrund getreten. Der unmittelbare Autobusanschluß Neuenkirchen an das Bremer Nahverkehrsnetz wirkte sich sehr positiv aus. Neuenkirchen ist heute eine moderne Wohngemeinde. 1956/58 wurde eine moderne Schule errichtet, die inzwischen auch für die Nachbarorte Rade, Aschwarden und die Weserinsel Harriersand als Mittelpunktschule dient.

Im Jahre 1966 bildeten die drei westlichsten Orte des Kreises Osterholz, Neuenkirchen, Rade und Aschwarden, die Samtgemeinde Neuenkirchen. Ein neues Rathaus was 1966 eingeweiht wurde, war das lebendige Zentrum dieser Samtgemeinde.

Es hatte aber nur 8 Jahre Lebensdauer, dann wurde die neue Großgemeinde Schwanewede gegründet. Ein Kapitel in der Ortsgeschichte, das den Namen Neuenkirchen bekannt machte ist das evangelisch Hospital, das in den 60er Jahren zu Ende ging. Das Hospital fand in Lilienthal eine neue Heimat, denn seit 1963 hat die Bundeswehr die Anlagen wieder im Besitz.

Die Gösper Mühle zählt zu den ältesten Mühlen im weiten Umkreis. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Besitzer mehrmals. 1868 wurde die Mühle Johann Laue neu gebaut. Heute ist nur noch das leere Mühlengebäude vorhanden.

 

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